HPP_img_0041 - Akupunktur

Akupunktur

Die Akupunktur ist als erfahrungsmedizinische Behandlungsmethode über 4000 Jahre alt und stammt ursprünglich aus China. Die Behandlungsmethode geht von einer im Körper fließenden Lebenskraft (auch Lebensenergie genannt) aus, auf deren Wirkung alle Lebensäußerungen bestehen. Ähnlich wie Flüsse das Land durchziehen, ziehen Energiebahnen, Meridiane genannt, durch den Körper und versorgen ihn mit der lebensnotwendigen Energie. Die Therapie besteht darin Störungen dieses Energieflusses – Krankheitssymptome – durch Reizung bestimmter Akupunkturpunkte aufzuheben.

Die Akupunkturpunkte liegen alle auf den Meridianen und die Reizung erfolgt durch das fast schmerzlose Einstechen winziger Nadeln in die Haut. Betrachtet man die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, so wird verständlich, dass z. B. fern vom Ort des Zielorganes gelegene Punkte in der Behandlung eine Rolle spielen können.

Bis heute ist der genaue Wirkungsmechanismus der Akupunktur noch unbekannt, jedoch lassen sich z. B. Besonderheiten der Haut an Akupunkturpunkten wissenschaftlich nachweisen. Die hormonstimulierende Akut- und Langzeitwirkung der Akupunktur könnte an der Universität Heidelberg durch Blutuntersuchungen nachvollzogen werden.

Was behandelt Akupunktur

Die Akupunktur wirkt bei Schmerzsyndromen, psychovegetativen Beschwerden und hormonellen Störungen als Regulationstherapie. In der Frauenheilkunde können z. B. praemenstruelle Beschwerden oder Wechseljahresbeschwerden, Zyklusstörungen und eingeschränkte Fruchtbarkeit behandelt werden.

Auch Sterilitätsprobleme des Mannes werden durch Akupunktur günstig beeinflusst. Eine Studie wies nach, daß sich die Spermatozoenkonzentration und Motilität direkt nach der Akupuntur verbesserten, nach 10 Akupunkturbehandlungen über 14 Tage ließ diese Wirkung bis zu fünf Wochen nachweisen.

Schwangere Patientinnen können z. B. bei Schwangerschaftserbrechen, zur Geburtsvorbereitung und auch nach der Entbindung bei Stillschwierigkeiten von der Akupunktur profitieren.

In welchen Abständen wird behandelt?

Im Normalfall 1-2 pro Woche, bei akuten Beschwerden eventuell täglich.
Beim Embryo-Tranfer z.B. kurz vorher und danach.

Dauer einer Sitzung?

Die Nadel verbleiben ca. 20 Minuten in den Einstichstellen. Die Nachwirkung der Entspannung und Beruhigung ist individuell verschieden.

Anzahl der Sitzungen

Je nach individueller Reaktionsfähigkeit des Organismus bis zu 10 mal. Bei chronischen Erkrankungen sind oft mehrere Behandlungsreihen nötig.

Wie viele Nadeln?

Abhängig vom Krankheitsgeschehen individuell verschieden

Nebenwirkungen

Gelegentliche Erstverschlimmerung der Beschwerden werden als positives Phänomen angesehen, da die Besserung damit einher gehend als wahrscheinlicher angesehen wird. Selten auftretende Kreislaufirritationen lassen sich sofort beheben