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Beschwerden (Symptome)

Welche Beschwerden kann Endometriose machen?

Die Endometriose ist eine Erkrankung, die ein sehr uneinheitliches Krankheitsbild zeigen kann. Deswegen wird sie auch als „Chamäleon“ unter den gynäkologischen Erkrankungen bezeichnet. Aufgrund der unspezifischen Symptome kommt es immer wieder zu Fehldiagnosen, was für die betroffenen Frau nicht zuletzt wegen der Etikettierung als „psychisch labil oder überlagert“ sehr belastend ist.

Häufig stehen die Beschwerden nicht in direktem Verhältnis zum Schweregrad der Erkrankung. Das heißt, kleine Befunde können große Schmerzen verursachen. Es gibt aber auch Endometrioseherde ohne Wachstumstendenz und ohne Krankheitswert.

Die Leitsymptome der Erkrankung sind

  1. Schmerzen
  2. Ungewollte Kinderlosigkeit
  3. Blutungsstörungen
  4. „Uncharakteristische Symptome“


 

1.   Schmerzen

  • Typisch sind Regelschmerzen, die zu Krankheitsgefühl, starker Medikamenteneinnahme und Arbeitsunfähigkeit führen können.
  • Schmerzen während der Blutung (Dysmenorrhoe)
  • Plötzliche Ohnmachtsanfälle im Zusammenhang mit Menstruationsschmerzen
  • Chronische Unterleibsschmerzen
  • Bauch-, Rücken- und Kreuzschmerzen, die zum Teil in die Beine ausstrahlen, vor und während der Menstruation
  • Schmerzen während und nach dem Geschlechtsverkehr  (Dyspareunie)
  • Schmerzen, Blutungen und Krämpfe beim Stuhlgang / Wasserlassen (Dyschezie / Dysurie)
  • Schmerzen während des Eisprungs

2.   Unerfüllter Kinderwunsch

  • Ungewollte Kinderlosigkeit ist ein mit Fortschreiten der Erkrankung zunehmend auftretendes Symptom. Etwa 30 – 40 % der Frauen mit Endometriose sind davon betroffen.

3.   Blutungsstörungen

  • Starke und / oder unregelmäßige Monatsblutungen.

4.   „Uncharakteristische Symptome“

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Rückenschmerzen
  • Durchfall und/ oder Verstopfung und andere Darmstörungen
  • Vermehrtes Auftreten von Allergien und anderen Autoimmunerkrankungen

 

Sollte eine solche oder ähnliche Symptomkombination bei Ihnen vorhanden sein, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf Endometriose an. Scheuen Sie sich nicht, auch eine zweite ärztliche Meinung einzuholen.