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Archiv für die Kategorie „News“

Höhere Schwangerschaftsrate durch Akupunktur

30. Januar 2012

Höhere Schwangerschaftsrate durch Akupunktur

Seit Jahren ist bekannt, daß die Anwendung von Akupunktur im Rahmen der Kinderwunschbehandlung zu einer Verbesserung der Ergebnisse führen kann.

Um dies an unserem Patientenkollektiv zu untersuchen, verglichen wir 300 Patientinnen des Behandlungsjahres 2011 mit vergleichbarer Grunderkrankungen, Therapieverlauf, Anzahl transferierter Embryonen u. a. Faktoren retrospektiv.

Von den 300 Transferen erfolgten 56 mit Akupunktur und 244 ohne. Nach den 56 Transferen mit Akupunktur  wurden 25 Patientinnen schwanger (44,6 %) bei den 244 ohne 90 (36,9 %).

Somit können wir den Vorteil der Akupunkturbehandlung im zeitlichen Zusammenhang mit der IVF/ ICSI Behandlung nur bestätigen.

Die in unserem Zentrum ohnehin hohe Schwangerschaftsrate/ Zyklus, läßt sich also offenbar durch diese Zusatzleistung weiter steigern.

Zum Vergleich liegt die durchschnittlich erreichte Schwangerschaftsrate in Deutschland (Angabe aus dem DIR- Deutsches IVF Register) bei 28,6 %.

 

Dr. Peet,  Januar 2012

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Akupunktur und Schwangerschaftsraten

30. Januar 2012

Akupunktur und Schwangerschaftsraten

NEW YORK (Reuters Health) – Acupuncture may help some women conceive through in-vitro fertilization (IVF), a new analysis of past research concludes. But the true benefit in the real world, if any, remains unclear.

Ten years ago, a study in Germany was the first clinical trial to report that acupuncture seemed to improve pregnancy rates in women undergoing IVF. But since then research has turned up mixed results.

Clinical trials on the issue so far have been small, and often of questionable quality.

So for the new study, reported in the journal Fertility and Sterility, Chinese researchers conducted what’s called a meta-analysis — where researchers combine the results of past studies to try to get an idea of the overall picture.

Dr.  Cui Hong Zheng and colleagues at Tongji Medical College pooled the results of 24 small clinical trials testing the effects of acupuncture in women undergoing IVF.

The trials varied widely: Many tested needle acupuncture, some electro-acupuncture and some included laser acupuncture in the mix.

In many trials, IVF patients either received acupuncture or nothing. In others, researchers used a form of “placebo” acupuncture such as applying blunt needles to the skin surface. Some researchers used real needles, but stimulated points not related to fertility, according to traditional medicine.

Zheng’s team found that overall, women who had acupuncture had a slightly higher pregnancy rate than women who did not have the therapy — but no higher birth rate.

Three of those trials also looked at birth rates. Of women who received acupuncture, 35 percent had a baby, compared with 25 percent of women in the control groups.

There’s some evidence that needle stimulation may improve blood flow to the uterus. And researchers are looking at whether acupuncture might make the uterine wall more receptive to the embryo.

SOURCE:  Amy Norton, New York from Fertility and Sterility, online January 12, 2012.

 

Dr. Peet,  Januar 2012

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Bedeutung der Natural Killer Cells

26. September 2011

Über die Bedeutung der Natural Killer Cells (NK)

Bereits seit Längerem wird vermutet, dass immunologische Faktoren und Mechanismen eine Rolle spielen bei Frauen mit Abortus habitualis (mehr als 3 Fehlgeburten), Unfruchtbarkeit und Einnistungsversagen (Implantationsversagen). NK-Zellen, die sowohl in der Peripherie als auch im Uterus gefunden werden, sind Teil des Immunsystems. NK-Zellen im Blut (pNK) haben zytotoxische, antivirale und antineoplastische Eigenschaften. Uterine NK-Zellen (uNK) beeinflussen die Zytokinbildung, welcher eine entscheidende Rolle bei der Implantation zugesagt wird.

In einer kürzlich veröffentlichten Übersichtarbeit wurde die Bedeutung der Natürlichen Killerzellen (NK) im Zusammenhang mit wiederholten Fehlgeburten oder Implantationsversagen beleuchtet.

Es wurden 783 (!) Studien zu diesem Thema kritisch bearbeitet.

Zusammenhang des NK-Zellspiegels und Abortrisiko:

Studien zu diesem Thema zeigen in gegensätzliche Richtungen: Emmer et al.,2000; Souza et al., 2002; Wang et al., 2008; Clifford et al., 1999; Quenby et al., 1999 u. 2005; Tuckerman et al., 2007; Michimata et al., 2002; Shimata et al., 2004.

Die Messung der NK-Zellen im peripheren Blut lässt keinen direkten Rückschluss auf deren Höhe im Uterus zu. Außerdem tragen die pNK und uNK unterschiedliche Oberflächenantigene. In der Mitte der ersten Zyklushälfte lassen sich uNK in höherer Konzentration nachweisen. Jedoch ist weder durch die Messung der uNK noch der pNK (zyklusphasenabhängig oder -unabhängig) ein Rückschluß auf eine Beeinflussung der Implantationsvorgänge zu ziehen.

Zusammenhang von NK Zellspiegel und Schwangerschaftsrate:

Auch hier gingen die Ergebnisse der Studien weit auseinander: Beer etz al., 1996; Matsubayashi et al., 2001;Ntrivalas et al., 2001; Vujisic et al., 2004; Ledee-Bataille et al., 2005; Matteo et al., 2007.

Als Ergebnis der umfangreichen Literaturstudie kommen die Autoren zum Schluss, dass der prognostische Wert der pNK- und uNK-Messungen in der Diagnostik bei Frauen mit wiederholten Fehlgeburten oder erfolgloser Kinderwunschtherapie derzeit noch unklar ist.

Dazu kommt, dass derzeit noch keine Einigung darüber erzielt worden ist, welche Blutspiegel (zu welcher Zyklusphase) überhaupt normal sind oder nicht!

Wie bereits in einer Cochrane Review zum Thema Immuntherapie bei Abortus habitualis geschlußfolgert wurde, fordern die Autoren die Entwicklung einer spezischen Untersuchungsmethode zur Erkennung immunologisch bedingter Fehlgeburten und der sich daraus ergebenden wirkungsvollenTherapie.

Dr. Peet, Sept. 2011

Quellen: Aus “Natural killer cells and pregnancy outcomes in women with recurrent miscarriage and infertility: a systematic review”
A. W. Tang, Z. Alfirevic und S. Quenby in Human Reproduction, Vol. 26, No. 8

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Studie zu Wachstumshormonen

15. August 2011

Neue Anwendungsbeobachtung

Die Praxis für Fertilität beteiligt sich an einer Multicenter Studie bezüglich der Anwendung von Wachstumshormon. Nachdem verschiedene Studien eine Verbesserung der Schwangerschaftsraten und eine Verringerung des Abortrisikos bei Frauen mit sog. „Habitueller Abortneigung“ gezeigt haben, soll nun geprüft werden, inwieweit die intrauterine Applikation von Wachstumsfaktoren die Ausprägung der Gebärmutterschleimhaut verbessern kann. Kleinere Beobachtungsreihen haben bereits gezeigt, dass Frauen mit Implantationsversagen von der Anwendung von Wachstumsfaktoren profitieren.

Verwendet wird hierbei das bereits aus einigen Studien bekannte „Granulocyte“ (granulocyte colony-stimulating factor – G-CSF).

Bei der Anwendung von G-CSF handelt es sich um eine neue Methode zur Verbesserung der Implantation von transferierten Embryonen. G-CSF zählt zu den Cytokinen. Diese Stoffe regulieren Wachstum und Differenzierung (Ausprägung) von Zellen. Man bezeichnet sie auch als Wachstumsfaktoren. G-CSF regt die Neubildung von weißen Blutkörperchen an. Dies muss aber nicht das einzige Zielorgan sein. Es gibt Hinweise, dass das Endometrium, die Gebärmutterschleimhaut selbst, empfänglich ist für diesen Wachstumsreiz.

 

Patientinnen, die für diese Anwendungsbeobachtung in Frage kommen:

  • Mehr als 3 erfolglose IVF-Behandlungen mit Transfer von mindestens 5 morphologisch guten Embryonen,
  • Frauen mit sehr dünner Schleimhaut in bisherigen Zyklen, die auch auf mechanische Endometriumreizung und durchblutungsfördernde Maßnahmen (z. B.Viagra) nicht reagiert haben,
  • Frauen bei Z. n. mehrfachen Aborten
  • Frauen im fortgeschrittenen Alter, welche dadurch reduzierte Einnistungschancen haben.
  • Frauen mit reduzierter Ovarfunktion, sog. „Low Responder“

 

Einige vorliegende Studien:

* Perricone R, De Carolis C, Giacomelli R, Guarino MD, De Sanctis G, Fontana L. GM-CSF and pregnancy: evidence of significantly reduced blood concentrations in unexplained recurrent abortion efficiently reverted by intravenous immunoglobulin treatment. Am J Reprod Immunol. 2003

* Hiby SE, Regan L, Lo W, Farell L, Carrington M, Moffat A. Association of maternal killer-cell immunglobulin-like receptors and paternal HLA-C genotypes with recurrent miscarriage. Hum Reprod. 2008;23:972–976. [PubMed]

* Scarpellini F, Sbracia F. Use of colony-stimulating factor for the treatment of unexplained recurrent miscarriage: a randomised controlled trial. Hum Reprod. 2009;11:2703–2708. [PubMed]

* Würfel W. Approaches to a better implantation. I Ass Reprod Genet. 2000;17:473.

* Würfel W. Immuntherapie bei ART-Versagern. Reproduktionsmedizin. 2003;19:108–109.

 

Dr. Peet

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Erniedrigter AMH – Schwangerschaftsrate

14. August 2011

Erfolgsausichten für Frauen mit extrem erniedrigtem AMH

Frauen mit stark reduziertem AMH-Wert werden gelegentlich von der Kinderwunschbehandlung ausgeschlossen oder (vorschnell) zur Eizellspende beraten.

In der aktuell erschienenen Arbeit aus einer Multicenter-Studie (Wien, New York, New Haven) wurden die Schwangerschaftsraten (SSR), Abortraten (AR) und Lebendgeburten (LG) von Frauen mit niedrigem AMH untersucht. Die Frauen waren durchschnittlich 40,8 Jahre alt, hatten im Durchschnitt einen FSH-Wert von 15,7 und einen AMH-Wert von 0,2 ng/ml. Bei 128 Frauen wurden 254 IVF-Behandlungen durchgeführt. Alle Frauen begannen die Therapie nach einer mindestens sechswöchigen DHEA-Vorbehandlung (wie sie in der Praxis für Fertilität in solchen Fällen ebenfalls routinemäßig durchgeführt wird, nach D. Barad und N. Gleicher*) und erhielten anschließend eine FSH-/FSH-LH-Stimulationstherapie.

  • 20 Schwangerschaften resultierten (7,9% pro Zyklus, 15,6% kumulative SSR).
  • In Altersklassen unterteilt, wurden von den <= 42 Jährigen 16 schwanger (10 Geburten/ 14,3%),
    von den >42 Jährigen 4 (2 Geburten/ 3,4%).

Die Autoren schlussfolgern, dass Frauen mit einer deutlichen AMH-Erniedrigung zwar eine niedrige SSR haben, eine Kinderwunschtherapie sollte Ihnen jedoch nicht vorschnell vorenthalten werden.

Jedoch zeigt die Literaturrecherche, dass das Erreichen einer Schwangerschaft bei Werten unter 0,15 ng/ml aussgesprochen selten ist. Es gibt nur einen einzigen veröffentlichten Fall einer Schwangerschaft bei einer Frau mit einem AMH <0,1ng/ml.

* Anm. Dr.Peet

Quelle:
A. Weghofer, W. Dietrich, D. Barad, N. Gleicher: Live Birth Chances in women with extremely low-serum anti_Mullerian hormone levels-Human Reproduction, Vol. 26, No. 7

 

Dr. Peet

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Progesteron und Schwangerschaftsrate

14. August 2011

Der Einfluß des Progesterons auf die Schwangerschaftsrate

In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde untersucht, ob der Progesteronwert, gemessen am Tag der Eisprungauslösung, eine Vorhersage über die zu erwartende Schwangerschaftsrate zulässt.

Mehrere Studien hatten dies vermuten lassen.

Es konnte eindeutig gezeigt werden, dass, so der Progesteronwert am „Auslösetag“ über 1,5 ng/ml beträgt, die Schwangerschaftsrate deutlich eingeschränkt ist. Der Untersuchungsaufbau ließ zu, dies der progesteronbedingt vorgereiften Gebärmutterschleimhaut zuzuschreiben und nicht etwa einer Einschränkung der Eizellqualität.

Die Autoren empfehlen im Falle der Progesteronerhöhung das Einfrieren aller Zellen und den Embryotransfer in einem folgenden natürlichen Zyklus.

Quellen:
A.Pellicier, E. Labarta et al- Endometrial receptivity is affected in women with high circulating progesterone levels at the end of the follicular phase: a functional genomics analysis in Human Reproduction, Vol. 26,No.7, July 2011

Dr. Peet

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Cross Border Healthcare

04. August 2011

European Directive on Cross Border Healthcare

The Council of the European Union has in February 2011 approved this directive.

Citizens of the UK and other EU member states have a right (in certain circumstances and under certain conditions) to seek treatment in other European states and for the cost of this treatment to be reimbursed by the NHS or the according national health insurance company.

Here is a link to a pdf version of the directive at www.consilium.europa.eu

For further information also see the Website www.treatmentabroad.com with explanations from a UK patients´perspective.

Dr. Peet

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Metformin und Spermienqualität

01. Juni 2011

Metformin zur Verbesserung der Spermienqualität

Metformin ist ein Mittel, welches die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin erhöht, wodurch es u. a.  zu einer verbesserten Zuckerverwertung kommt. Bereits seit Jahren wird es sehr erfolgreich bei Frauen mit PCO Syndrom und Insulinresistenz eingesetzt.

Bis heute gibt es nur sehr wenige Therapiestrategien, die nachweislich eine Verbesserung der Samenqualität bewirken.

Nachweislich besteht eine enge Verbindung zwischen Übergewicht und eingeschränkter Samenqualität.

Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge, verbessert die mehrmonatige Metformintherapie bei übergewichtigen Männern mit metabolischem Syndrom und eingeschränktem Spermiogramm die Samenqualität.

Das metabolische Syndrom wird „charakterisiert durch die Faktoren: abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck (Hypertonie), veränderte Bluttfettwerte (Dyslipidämie) und Insulinresistenz. Die Erkrankung entwickelt sich aus einem Lebensstil, der durch permanente Überernährung und Bewegungsmangel gekennzeichnet ist und betrifft einen hohen Anteil der in Industriestaaten lebenden Bevölkerung“. (Wikipedia)

Besonders Männer mit erhöhtem Bauchumfang neigen zu einem reduzierten Testosteron-(Gesamttestosteron + freies Testosteron) und einem erhöhten Östrogenspiegel. Nachweislich wird hierdurch die Spermatogenese gestört.

Bei dieser Studie erhielten 45 Männer im Alter zwischen 26 und 44 Jahren mit OAT Syndrom (zu wenige Spermien, schlechte Beweglichkeit, wenige mit normaler Körperform) über 6 Monate Metformin in einer Dosis von 2-3 mal 850 mg/Tag.

Am Ende der Studie fanden sich zwar keine veränderten Werte des Bauchumfanges, jedoch hatten sich einige bedeutende Hormone erheblich verbessert. Erhöht: Testosteron, freies Testosteron. Verringert: SHBG, Östrogen.

Letztendlich fand sich eine signifikante Verbesserung aller 3 Spermienparameter (s. o.).

Quelle:
Morgante et al., Fertility and Sterility, Vol. 95, No. 6, May 2011

Letztlich muss individuell entschieden werden, ob eine solche Therapie bei einem Kinderwunschpatienten  angebracht und sinnvoll ist. Insbesondere die erforderliche Zeit bis zur zu erwartenden Verbesserung könnte häufig ein limitierender Faktor sein. Auch die gelegentlich (5 %) unter Metformin auftretenden Nebenwirkungen (leichte Übelkeit, breiige Stühle) könnten zum vorzeitigen Therapieabbruch führen.

Dr. Peet

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Verbesserung der Implantationsrate

01. Mai 2011

Verbesserung der Implantationsrate durch Endometriumreizung

Oft scheint im Rahmen der IVF/ICSI Behandlung alles perfekt zu verlaufen, zu einer Schwangerschaft kommt es jedoch nicht. Als eine unter den Ursachen ist auch die ‘Aufnahmebereitschaft’ des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut) zu sehen.

Es gibt Untersuchungen, die eindeutig belegen, dass das Endometrium unter den Bedingungen der konventionellen IVF Stimulationstherapie schlechtere Voraussetzungen bietet als im unstimulierten Zyklus. Auch kennt jeder in der Reproduktionsmdizin tätige Arzt die Fälle, wo bereits während der Stimulationstherapie das Endometruium im Ultraschall einen ‘unruhigen’ Eindruck macht.

In Untersuchungen voneinander unabhängiger Arbeitsgruppen hat sich gezeigt, dass sich in Fällen der wiederholten Implantationsversager durch eine gezielte Reizung (Verletzung) des Endometriums im Vor-Zyklus, aber auch im bereits laufenden Zyklus erhebliche Verbesserungen der Implantationsrate erzielen lassen.

  • Barash et al.:
    SSR 76 %

    Lebendgeburten 49 % nach Behandlung, vorher 30 % und 22 %
  • L. Zhou et al.:
    Implantationsrate 33,3 %

    SSR 48,3 %

    Lebendgeburten 41,6 % nach Behandlung, vorher 17,8 %, 27,9 % und 22,9
    %
  • R. Orvieto et al. (sehr kleine Studie):
    Implantationsrate 25 %
    klin. SSR 42 % versus 0 % und 0 % in der Kontrollgruppe

Für dieses Phänomen sollen folgende Tatsachen verantwortlich ein:

Es kommt durch die Reizung zu einer sog. Dezidualen Umwandlung des Endometriums, gekennzeichnet durch ein stark beschleunigtes Wachstum der Schleimhautzellen, zu der es auch typischerweise in der Frühschwangerschaft kommt.

Der Vergleich von Biopsaten nach Vorbehandlung mit jenen ohne erfolgte Reizung ergaben in der Studiengruppe eine deutliche Steigerung der Genexpression der Messenger RNS (mRNA). Eine erhebliche Anzahl verschiedenster und Wachstumsfaktoren, die mit einer Verbesserung der Implantationsrate der Embryonen in Verbindung gebracht werden, ließen sich nachweisen.

Diese Ergebnisse scheinen dem klinisch tätigen Reproduktionsmediziner eine zusätzliche Möglichkeit zu geben, der bisher erfolglos behandelten Patientin (der „Implantationsversagerin“) zum Erfolg zu verhelfen.

Studienquellen:

R. OrvietoFertility and Sterility Vol. 94, No. 6, November 2010
A. Raziel –
Fertility and Sterility Vol. 87, No. 1, January 2007
L. Zhou –
Fertility and Sterility Vol. 89, No. 5, May 2008
A. Barash – Fertility and Sterility
Vol. 91, No. 5, May 2009

Vorläufige Ergebnisse in unserer Praxis:

Die positiven Ergebnisse dieser (und anderer) Studien aufgreifend, haben wir in unserer Praxis begonnen, dieses Vorgehen Patientinnen anzubieten, deren bisherige Misserfolge der IVF/ICSI Behandlung nicht wirklich erklärlich sind.

Unsere bisherigen Ergebnisse unterstützen die Erfahrung der zitierten Kollegen, so dass wir sehr ermutigt sind, dieses Vorgehen auch weiterhin und noch verstärkt  bisher erfolglos behandelten Patientinnen anzubieten. Auch soll dieses Vorgehen bei Frauen mit sehr flacher Schleimhaut, so auch beim ‘Ashermann Syndrom’, einen positiven Effekt haben.

Dr. Peet

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Stress und Fruchtbarkeit

16. April 2011

Wissenschaftler der Universität Cardiff in Großbritannien veröffentlichten kürzlich eine sog. „Meta-Analyse“, bei der 14 Studien zum Thema Stress und Kinderwunschbehandlung ausgewertet wurden.

Die Studie umfasste die Behandlungsdaten von 3500  Frauen aus den USA, Australien, Belgien, Großbritannien, Canada, Dänemark, Schweden und der Türkei.

Das Alter der behandelten Frauen lag zwischen 30 und 37, die Zeitdauer der ungewollten Kinderlosigkeit betrug 2,6 – 7,8 Jahre.
Alle Frauen hatten vor Behandlungsbeginn einen „Stress-Angst-Test“ absolviert.

Diese Untersuchung hat ergeben, dass Frauen, die ein erhöhtes „Stresslevel“ während der IVF-Behandlung hatten, KEINE schlechtere Schwangerschaftsrate aufwiesen, als Frauen, die angaben, keine besonderen psychischen Belastungen zu haben.

Dieses Ergebnis kann Frauen also dahingehend beruhigen, dass persönlicher- oder beruflicher Stress anscheinend keinen negativen Einfluß auf das Resultat der Sterilitätstherapie hat.

Quelle: Prof. J. Bovin, British Medical Journal, Fertility Road 3/4-2011, p11
Dr. Peet

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